80% aller Schwangeren mit Rückenschmerzen
25% mit Karpaltunnelsyndrom
3 Trimester betreut
100% individuelle Betreuung

Physiotherapie für Schwangere - Ihr Wohlbefinden steht im Mittelpunkt

Die Schwangerschaft ist eine wunderbare, aber auch körperlich herausfordernde Zeit. Ihr Körper vollbringt Höchstleistungen und passt sich kontinuierlich an das heranwachsende Leben an. Diese Veränderungen - hormonelle Umstellungen, das zunehmende Gewicht und die Verlagerung des Körperschwerpunkts - können zu verschiedenen Beschwerden führen, die viele werdende Mütter belasten.

Als erfahrene Physiotherapeutin mit Spezialisierung auf Schwangerschaftsbetreuung begleite ich Sie durch diese besondere Zeit. Mit sanften, aber effektiven Therapiemethoden helfe ich Ihnen, Beschwerden zu lindern und Ihren Körper optimal auf die Geburt vorzubereiten. In meiner Praxis in Maria Enzersdorf schaffe ich einen geschützten Raum, in dem Sie sich wohlfühlen und auf Ihre Gesundheit konzentrieren können.

Die physiotherapeutische Betreuung während der Schwangerschaft umfasst nicht nur die Behandlung akuter Beschwerden, sondern auch präventive Maßnahmen. Ein gut vorbereiteter Beckenboden, eine gekräftigte Rumpfmuskulatur und das Wissen um körperschonende Bewegungen im Alltag können den Verlauf der Schwangerschaft positiv beeinflussen und die Rückbildung nach der Geburt erleichtern.

Warum Physiotherapie in der Schwangerschaft wichtig ist

Linderung von Schmerzen ohne Medikamente
Vorbereitung des Beckenbodens auf die Geburt
Verbesserung der Koerperhaltung trotz Babybauch
Erhalt der Beweglichkeit und Fitness
Erlernen von Entspannungstechniken
Praevention von Komplikationen
Schnellere Regeneration nach der Geburt
Beschwerdebilder

Typische Beschwerden in der Schwangerschaft

Viele Beschwerden während der Schwangerschaft sind normal und behandelbar. Erfahren Sie mehr über die häufigsten Beschwerdebilder und wie Physiotherapie helfen kann.

Rückenschmerzen (Lendenwirbelsäule und ISG)

Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden während der Schwangerschaft. Etwa 50-80% aller schwangeren Frauen leiden darunter, besonders im zweiten und dritten Trimester. Die Ursachen sind vielfältig und oft miteinander verknüpft.

Das Hormon Relaxin, das der Körper vermehrt produziert, lockert die Bänder und Gelenke, um den Geburtsvorgang zu erleichtern. Diese Lockerung betrifft jedoch nicht nur das Becken, sondern den gesamten Bewegungsapparat. Die Lendenwirbelsäule verliert an Stabilität, was zu Schmerzen führen kann.

Zusätzlich verlagert sich durch den wachsenden Bauch der Körperschwerpunkt nach vorne. Um dies auszugleichen, nehmen viele Frauen unbewusst ein Hohlkreuz ein, was die Lendenwirbelsäule zusätzlich belastet. Die Muskulatur muss verstärkt arbeiten, um den Körper aufrecht zu halten, was zu Verspannungen und Schmerzen führt.

Das Iliosakralgelenk (ISG), die Verbindung zwischen Kreuzbein und Darmbein, ist besonders häufig betroffen. Die hormonbedingte Lockerung kann zu einer Instabilität führen, die sich durch einseitige Schmerzen im unteren Rücken oder Gesäß bemerkbar macht. Diese Schmerzen können bis ins Bein ausstrahlen.

So hilft Physiotherapie bei Rückenschmerzen:

  • Manuelle Techniken zur Lösung von Verspannungen und Blockaden
  • Stabilisationsübungen für die tiefe Rumpfmuskulatur
  • Haltungskorrektur und ergonomische Beratung
  • Anpassung von Schlafposition und Lagerung
  • Wärmebehandlung zur Entspannung der Muskulatur
  • Kinesiotaping zur Unterstützung der Lendenwirbelsäule

Symphysenschmerzen (Symphysenlockerung)

Die Symphyse ist die knorpelige Verbindung zwischen den beiden Schambeinästen im vorderen Beckenbereich. Während der Schwangerschaft lockert sich diese Verbindung durch hormonelle Einflüsse, um dem Baby bei der Geburt mehr Platz zu geben. Bei manchen Frauen ist diese Lockerung jedoch so ausgeprägt, dass starke Schmerzen entstehen.

Symphysenschmerzen werden typischerweise als stechend oder brennend beschrieben und befinden sich zentral im Schambereich. Sie können bis in die Leisten oder Oberschenkel ausstrahlen. Besonders belastend sind Bewegungen, die das Becken asymmetrisch belasten: Treppensteigen, Ein- und Aussteigen aus dem Auto, Umdrehen im Bett oder längeres Stehen.

In schweren Fällen spricht man von einer Symphysensprengung oder Symphysendiastase, bei der der Spalt zwischen den Schambeinästen deutlich vergrößert ist. Dies erfordert eine besonders sorgfältige Behandlung und oft auch die Verwendung eines Beckengurtes.

Therapeutische Maßnahmen bei Symphysenschmerzen:

  • Beckenbodentraining zur Stabilisierung des Beckens
  • Anleitung zur symmetrischen Bewegung im Alltag
  • Anpassung eines Symphysengurtes oder Beckengurtes
  • Sanfte Mobilisation des Beckens
  • Kräftigung der Adduktoren und Gesäßmuskulatur
  • Entlastungsübungen und Lagerungstechniken

Ischias-Beschwerden in der Schwangerschaft

Der Ischiasnerv ist der längste und dickste Nerv des menschlichen Körpers. Er entspringt aus der Lendenwirbelsäule und dem Kreuzbein, verläuft durch das Gesäß und zieht an der Rückseite des Beins bis zum Fuß. Während der Schwangerschaft kann dieser Nerv durch verschiedene Mechanismen gereizt oder eingeengt werden.

Eine häufige Ursache ist das Piriformis-Syndrom. Der Piriformis-Muskel liegt tief im Gesäß und wird durch die veränderte Körperhaltung in der Schwangerschaft oft überlastet. Wenn er sich verkrampft oder anschwillt, kann er auf den darunterliegenden Ischiasnerv drücken. Dies verursacht ausstrahlende Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle im Gesäß und Bein.

Auch die wachsende Gebärmutter kann durch direkten Druck auf den Nerv oder durch die veränderte Beckenmechanik zu Ischias-Beschwerden beitragen. Die Schmerzen treten typischerweise einseitig auf und können sich durch Sitzen, Stehen oder bestimmte Bewegungen verschlimmern.

Physiotherapeutische Behandlung bei Ischias:

  • Dehnung des Piriformis-Muskels und der Gesäßmuskulatur
  • Nervenmobilisation (Neurodynamik)
  • Manuelle Therapie zur Entlastung des Nervs
  • Wärmebehandlung und Entspannungstechniken
  • Übungen zur Entlastung des unteren Rückens
  • Anpassung von Sitz- und Liegepositionen

Karpaltunnelsyndrom in der Schwangerschaft

Das Karpaltunnelsyndrom tritt bei etwa 25% aller Schwangeren auf und ist damit eine der häufigsten neurologischen Beschwerden in dieser Zeit. Der Karpaltunnel ist ein enger Kanal an der Handgelenksinnenseite, durch den der Medianusnerv und die Beugesehnen der Finger verlaufen.

Während der Schwangerschaft lagert der Körper vermehrt Wasser ein. Diese Schwellungen können auch im Bereich des Karpaltunnels auftreten und zu einer Einengung des Nervs führen. Die typischen Symptome sind Kribbeln, Taubheitsgefühle und Schmerzen in Daumen, Zeige- und Mittelfinger sowie der Daumenseite des Ringfingers. Besonders nachts und in den frühen Morgenstunden sind die Beschwerden oft am stärksten.

In fortgeschrittenen Fällen kann es zu einer Schwäche der Daumenballenmuskulatur kommen, was das Greifen erschwert. Viele betroffene Frauen berichten, dass ihnen häufiger Gegenstände aus der Hand fallen.

Behandlungsansätze beim Karpaltunnelsyndrom:

  • Handgelenksschienen für die Nacht zur Entlastung
  • Manuelle Lymphdrainage zur Reduktion der Schwellung
  • Nervenmobilisation (Gleittechniken)
  • Übungen zur Verbesserung der Durchblutung
  • Ergonomische Beratung für Alltag und Arbeitsplatz
  • Kühlung und Hochlagerung der Hände

Wassereinlagerungen (Ödeme)

Wassereinlagerungen, medizinisch als Ödeme bezeichnet, sind ein häufiges Phänomen in der Schwangerschaft. Sie entstehen durch die erhöhte Blutmenge, hormonelle Veränderungen und den Druck der wachsenden Gebärmutter auf die Blutgefäße. Besonders betroffen sind Füße, Knöchel, Unterschenkel und Hände.

Leichte Schwellungen sind in der Regel harmlos und gehören zu einer normalen Schwangerschaft. Sie können jedoch unangenehm sein und das Wohlbefinden beeinträchtigen. Enge Schuhe passen plötzlich nicht mehr, Ringe müssen abgenommen werden, und die Beine fühlen sich schwer und müde an.

Wichtig ist die Abgrenzung zu pathologischen Ödemen, die im Zusammenhang mit einer Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) auftreten können. Plötzliche, starke Schwellungen, insbesondere im Gesicht, sollten daher immer ärztlich abgeklärt werden.

Physiotherapeutische Maßnahmen bei Ödemen:

  • Manuelle Lymphdrainage zur Förderung des Lymphabflusses
  • Entstauungsübungen und Bewegungstherapie
  • Anleitung zur Hochlagerung der Beine
  • Aktivierung der Muskelpumpe durch gezielte Übungen
  • Kompressionsstrümpfe (nach ärztlicher Verordnung)
  • Kneipp-Anwendungen und Wechselduschen

Beckenbodenbeschwerden

Der Beckenboden ist eine komplexe Muskelplatte, die das Becken nach unten abschließt und wichtige Funktionen erfüllt: Er trägt die inneren Organe, kontrolliert Blase und Darm und spielt eine zentrale Rolle bei der Sexualität. Während der Schwangerschaft wird er durch das zunehmende Gewicht des Babys und der Gebärmutter stark beansprucht.

Viele Schwangere bemerken eine Schwäche des Beckenbodens durch ungewollten Urinverlust beim Husten, Niesen oder Lachen (Belastungsinkontinenz). Auch ein Schweregefühl im Becken oder Druck nach unten können Anzeichen für eine Beckenbodenüberlastung sein.

Ein gut trainierter Beckenboden ist nicht nur während der Schwangerschaft wichtig, sondern auch für die Geburt selbst. Er muss einerseits stabil genug sein, um die Organe zu tragen, andererseits aber auch entspannen können, um dem Baby den Weg durch den Geburtskanal zu ermöglichen. Dieses Zusammenspiel von Anspannung und Entspannung kann und sollte gezielt trainiert werden.

Beckenbodentherapie in der Schwangerschaft umfasst:

  • Wahrnehmungsübungen für den Beckenboden
  • Kräftigungsübungen für die verschiedenen Schichten
  • Entspannungstechniken für die Geburtsvorbereitung
  • Integration des Beckenbodens in Alltagsbewegungen
  • Atemübungen zur Koordination von Beckenboden und Zwerchfell
  • Verhaltenstipps für den Alltag (richtiges Heben, Aufstehen etc.)

Beschwerden in der Schwangerschaft?

Ich helfe Ihnen mit sanften und wirksamen Therapiemethoden.

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Behandlungsmethoden

Meine Therapieansätze für Schwangere

Sanfte, sichere und wirksame Behandlungsmethoden, speziell angepasst an die Bedürfnisse von werdenden Müttern.

Manuelle Therapie (angepasst für Schwangere)

Die manuelle Therapie bei Schwangeren erfordert besondere Sorgfalt und Anpassung. Bestimmte Techniken und Lagerungen werden modifiziert, um die Sicherheit von Mutter und Kind zu gewährleisten. Die Behandlung erfolgt überwiegend in Seitenlage oder im Sitzen.

Ich setze sanfte Mobilisationstechniken ein, um Blockaden zu lösen und die Beweglichkeit zu verbessern. Weichteilbehandlungen wie Massage und Faszientechniken helfen, verspannte Muskulatur zu entspannen. Dabei achte ich besonders auf die veränderte Schmerzwahrnehmung in der Schwangerschaft und passe die Intensität entsprechend an.

Beckenbodentraining zur Geburtsvorbereitung

Das Beckenbodentraining in der Schwangerschaft hat zwei wichtige Ziele: Einerseits soll der Beckenboden gekräftigt werden, um den wachsenden Belastungen standzuhalten. Andererseits ist die Fähigkeit zur Entspannung essentiell für eine komplikationsfreie Geburt.

In der Therapie erlernen Sie zunächst, Ihren Beckenboden wahrzunehmen und gezielt anzuspannen. Dann üben wir die bewusste Entspannung - eine Fähigkeit, die während der Geburt von großer Bedeutung ist. Ich zeige Ihnen Übungen, die Sie täglich zu Hause durchführen können, um Ihren Beckenboden optimal auf die Geburt vorzubereiten.

Entlastende Übungen

Entlastende Übungen sind speziell darauf ausgerichtet, die typischen Beschwerden der Schwangerschaft zu lindern. Dazu gehören sanfte Dehnungen für den unteren Rücken, Übungen zur Entlastung des ISG und Bewegungen, die Schwellungen in den Beinen reduzieren.

Besonders bewährt haben sich Übungen im Vierfüßlerstand (Katze-Kuh), die den Rücken entlasten und das Baby in eine günstige Position bringen können. Auch Übungen mit dem Pezziball können sehr hilfreich sein. Ich stelle Ihnen ein individuelles Übungsprogramm zusammen, das Sie bequem zu Hause durchführen können.

Haltungsschulung

Eine gute Körperhaltung ist während der Schwangerschaft besonders wichtig, aber auch besonders schwierig zu halten. Der wachsende Bauch verändert den Körperschwerpunkt kontinuierlich, und der Körper muss sich ständig anpassen.

In der Haltungsschulung lernen Sie, wie Sie Ihre Wirbelsäule trotz Babybauch optimal ausrichten. Wir üben das richtige Stehen, Sitzen und Gehen. Besonders wichtig ist das korrekte Heben und Tragen - ob es nun das größere Geschwisterkind oder die Einkaufstasche ist. Diese Verhaltensänderungen können Rückenschmerzen deutlich reduzieren.

Atemübungen

Die Atmung ist eng mit dem Beckenboden verbunden und spielt eine zentrale Rolle bei der Geburt. Durch gezielte Atemübungen können Sie lernen, Ihren Beckenboden zu entspannen und sich auf die Geburt vorzubereiten. Gleichzeitig helfen Atemtechniken, Stress abzubauen und zur Ruhe zu kommen.

In der Therapie üben wir verschiedene Atemtechniken: die Bauchatmung zur Entspannung, die Verbindung von Atmung und Beckenbodenbewegung sowie Atemrhythmen, die während der Wehen hilfreich sein können. Diese Übungen können Sie auch nutzen, um bei akuten Schmerzen oder Stress zur Ruhe zu kommen.

Zeitpunkt

Wann ist Physiotherapie sinnvoll?

Physiotherapie kann während der gesamten Schwangerschaft hilfreich sein - mit unterschiedlichen Schwerpunkten je nach Trimester.

1

Erstes Trimester (SSW 1-12)

Im ersten Trimester liegt der Fokus vor allem auf Prävention. Der Körper beginnt sich umzustellen, aber der Bauch ist noch klein. Dies ist ein idealer Zeitpunkt, um mit Beckenbodentraining zu beginnen und die Grundlagen für eine beschwerdefreie Schwangerschaft zu legen.

Falls Sie bereits vor der Schwangerschaft unter Rückenproblemen litten, können wir frühzeitig gegensteuern und Ihren Bewegungsapparat auf die kommenden Belastungen vorbereiten. Auch bei starker Übelkeit können bestimmte Entspannungstechniken hilfreich sein.

  • Start des Beckenbodentrainings
  • Haltungsanalyse und -schulung
  • Prävention von Rückenbeschwerden
  • Entspannungstechniken bei Übelkeit
2

Zweites Trimester (SSW 13-26)

Das zweite Trimester wird oft als die angenehmste Phase der Schwangerschaft beschrieben. Die Übelkeit ist meist überwunden, und der Bauch ist noch nicht so groß, dass er stark einschränkt. Viele Frauen fühlen sich energiegeladen und aktiv.

Dennoch beginnen jetzt oft die ersten körperlichen Beschwerden. Der wachsende Bauch verändert die Statik, erste Rückenschmerzen oder ISG-Probleme können auftreten. Jetzt ist der optimale Zeitpunkt für aktive Therapie und Übungsprogramme.

  • Behandlung beginnender Rückenschmerzen
  • Kräftigung der Rumpfmuskulatur
  • Fortsetzung des Beckenbodentrainings
  • Aktive Bewegungstherapie
  • Ergonomische Beratung für den Alltag
3

Drittes Trimester (SSW 27-40)

Im dritten Trimester ist der Körper den größten Belastungen ausgesetzt. Der Bauch ist groß, die Gewichtszunahme spürbar, und die hormonelle Lockerung der Bänder hat ihren Höhepunkt erreicht. Viele Frauen leiden jetzt unter verstärkten Beschwerden.

Die Therapie konzentriert sich auf Schmerzlinderung, Entlastung und die finale Vorbereitung auf die Geburt. Besonders wichtig ist jetzt die Entspannungsfähigkeit des Beckenbodens. Auch die Vorbereitung auf das Wochenbett und die ersten Wochen mit Baby spielt eine Rolle.

  • Schmerzlinderung bei akuten Beschwerden
  • Entlastungsübungen und -lagerungen
  • Intensive Geburtsvorbereitung
  • Beckenbodenentspannung trainieren
  • Lymphdrainage bei starken Ödemen
  • Vorbereitung auf die Rückbildung

Kontraindikationen - Wann ist Vorsicht geboten?

Physiotherapie ist bei einer unkomplizierten Schwangerschaft sehr sicher. Es gibt jedoch Situationen, in denen bestimmte Behandlungen nicht oder nur eingeschränkt durchgeführt werden sollten. In diesen Fällen ist eine enge Abstimmung mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin erforderlich.

Absolute Kontraindikationen

Bei folgenden Zuständen sollte keine physiotherapeutische Behandlung erfolgen:

  • Vorzeitige Wehen oder drohende Frühgeburt
  • Plazenta praevia (tiefliegende Plazenta)
  • Vorzeitiger Blasensprung
  • Schwere Präeklampsie oder HELLP-Syndrom
  • Zervixinsuffizienz (Muttermundschwäche)
  • Akute Infektionen mit Fieber
  • Ungeklärte vaginale Blutungen

Relative Kontraindikationen

Bei diesen Zuständen kann Physiotherapie möglich sein, erfordert aber besondere Vorsicht und ärztliche Absprache:

  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Schwangerschaftsdiabetes
  • Bluthochdruck in der Schwangerschaft
  • Frühere Fehlgeburten oder Frühgeburten
  • Herzerkrankungen
  • Stark eingeschränkte körperliche Belastbarkeit

Vor Beginn der Therapie führe ich immer ein ausführliches Anamnesegespräch durch, um mögliche Risiken zu erkennen. Bei Unsicherheiten oder bekannten Risikofaktoren bitte ich Sie, vorher Rücksprache mit Ihrem Frauenarzt zu halten. Ihre Sicherheit und die Ihres Babys haben oberste Priorität.

Wichtiger Hinweis

Bei Unsicherheiten oder Risikofaktoren sprechen Sie bitte vorher mit Ihrem Frauenarzt. Ihre Sicherheit und die Ihres Babys haben für mich oberste Priorität. Eine offene Kommunikation über Ihren Gesundheitszustand ist die Grundlage für eine sichere und effektive Therapie.

Eigenübungen

Übungen für zu Hause

Einfache und sichere Übungen, die Sie regelmäßig zu Hause durchführen können, um Beschwerden vorzubeugen und zu lindern.

1

Katze-Kuh (Vierfüßlerstand)

Diese klassische Übung mobilisiert die gesamte Wirbelsäule und entlastet den unteren Rücken. Sie kann auch helfen, das Baby in eine günstige Position zu bringen.

Durchführung:

  1. Gehen Sie in den Vierfüßlerstand (Hände unter den Schultern, Knie unter den Hüften)
  2. Beim Einatmen: Lassen Sie den Bauch sanft nach unten sinken, heben Sie den Blick leicht an (Kuh)
  3. Beim Ausatmen: Runden Sie den Rücken, ziehen Sie das Kinn zur Brust (Katze)
  4. Führen Sie die Bewegung langsam und fließend aus

Wiederholungen: 10-15x, mehrmals täglich

2

Beckenbodenwahrnehmung

Die Grundlage für effektives Beckenbodentraining ist die bewusste Wahrnehmung. Diese Übung hilft Ihnen, Ihren Beckenboden zu spüren und gezielt anzusteuern.

Durchführung:

  1. Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl oder Pezziball
  2. Stellen Sie sich vor, Sie ziehen einen kleinen Fahrstuhl im Beckenboden sanft nach oben
  3. Spüren Sie, wie sich der Beckenboden nach innen und oben zieht
  4. Halten Sie die Spannung für 5-10 Sekunden
  5. Entspannen Sie bewusst und vollständig

Wiederholungen: 10x, 3x täglich

3

Seitliche Dehnung

Diese Dehnung schafft Platz im Brustkorb und Bauchraum, verbessert die Atmung und entlastet den Rücken. Besonders wohltuend im dritten Trimester.

Durchführung:

  1. Setzen Sie sich aufrecht hin oder stellen Sie sich breitbeinig hin
  2. Heben Sie einen Arm über den Kopf
  3. Neigen Sie sich langsam zur Gegenseite
  4. Spüren Sie die Dehnung in der Seite
  5. Halten Sie die Position für 20-30 Sekunden
  6. Wechseln Sie die Seite

Wiederholungen: 3x pro Seite

4

Beckenkippung

Die Beckenkippung mobilisiert die Lendenwirbelsäule und das Becken, stärkt die Bauchmuskulatur und kann Rückenschmerzen lindern.

Durchführung:

  1. Legen Sie sich auf den Rücken, Beine angestellt (im 3. Trimester: Seitenlage oder Stehen)
  2. Beim Ausatmen: Kippen Sie das Becken nach hinten, drücken Sie den unteren Rücken in die Unterlage
  3. Beim Einatmen: Kippen Sie das Becken nach vorne, lassen Sie ein leichtes Hohlkreuz entstehen
  4. Führen Sie die Bewegung langsam und kontrolliert aus

Wiederholungen: 15-20x

5

Wadenpumpe

Diese einfache Übung aktiviert die Muskelpumpe in den Waden und fördert den Rückfluss von Blut und Lymphflüssigkeit. Ideal bei geschwollenen Beinen.

Durchführung:

  1. Setzen oder legen Sie sich hin, Beine leicht erhöht
  2. Ziehen Sie die Fußspitzen kräftig zu sich heran
  3. Strecken Sie die Fußspitzen dann nach vorne
  4. Führen Sie die Bewegung zügig und rhythmisch aus
  5. Optional: Kreisen Sie die Füße abwechselnd

Wiederholungen: 20-30x, mehrmals täglich

6

Kindshaltung (modifiziert)

Diese Entspannungsposition entlastet den unteren Rücken und bietet eine wohltuende Pause im Alltag. Die Knie werden weit geöffnet, um Platz für den Bauch zu schaffen.

Durchführung:

  1. Knien Sie sich hin, Knie weit auseinander
  2. Setzen Sie sich auf die Fersen (oder nutzen Sie ein Kissen)
  3. Legen Sie den Oberkörper zwischen den Knien ab
  4. Die Arme liegen entspannt neben dem Körper oder nach vorne gestreckt
  5. Atmen Sie tief und gleichmäßig

Dauer: 1-3 Minuten, so oft wie gewünscht

Wichtige Hinweise zu den Übungen

  • Führen Sie alle Übungen langsam und kontrolliert aus
  • Hören Sie auf Ihren Körper - Schmerzen sind ein Warnsignal
  • Vermeiden Sie ab der 20. SSW längeres Liegen auf dem Rücken
  • Bei Schwindel, Übelkeit oder Unwohlsein die Übung sofort abbrechen
  • Bei Unsicherheiten lieber einmal mehr nachfragen
  • Regelmäßigkeit ist wichtiger als Intensität
FAQ

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Physiotherapie in der Schwangerschaft.

Physiotherapie kann grundsätzlich während der gesamten Schwangerschaft durchgeführt werden. Bei Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Symphysenschmerzen ist ein früher Therapiebeginn empfehlenswert - je früher behandelt wird, desto besser lassen sich die Beschwerden in den Griff bekommen. Präventiv kann Beckenbodentraining bereits ab dem ersten Trimester begonnen werden. Im zweiten Trimester ist oft die beste Zeit für aktive Übungsprogramme, während im dritten Trimester der Fokus auf Schmerzlinderung und Geburtsvorbereitung liegt.

Ja, Physiotherapie ist bei unkomplizierten Schwangerschaften sehr sicher und wird von medizinischen Fachgesellschaften empfohlen. Alle Behandlungstechniken werden speziell an die Bedürfnisse von Schwangeren angepasst. Die Lagerung erfolgt in Seitenlage oder im Sitzen, bestimmte Griffe und Übungen werden modifiziert. Bei Risikoschwangerschaften oder bekannten Komplikationen ist eine vorherige Absprache mit dem Frauenarzt erforderlich. Ich führe vor jeder Behandlung eine sorgfältige Anamnese durch, um mögliche Risiken auszuschließen.

Die häufigsten Beschwerden, mit denen Schwangere zu mir kommen, sind: Kreuzschmerzen und Schmerzen im unteren Rücken (betrifft bis zu 80% aller Schwangeren), Symphysenschmerzen im Schambeinbereich, ISG-Blockaden und Beckenschmerzen, Ischias-Beschwerden mit Ausstrahlung ins Bein, Karpaltunnelsyndrom mit Kribbeln in den Händen sowie Wassereinlagerungen in Beinen und Händen. Auch Beckenbodenprobleme wie leichte Inkontinenz oder ein Schweregefühl im Becken sind häufige Behandlungsgründe.

Als Wahltherapeutin bin ich nicht direkt mit den Krankenkassen verrechnet. Mit einer ärztlichen Verordnung (Überweisung) erhalten Sie jedoch eine Teilrückerstattung von Ihrer Krankenkasse. Die Höhe der Rückerstattung hängt von Ihrer Krankenkasse ab und beträgt in der Regel zwischen 30-80% des Kassentarifs. Gerne stelle ich Ihnen eine ordnungsgemäße Rechnung für die Einreichung aus. Bei Fragen zur Kostenübernahme empfehle ich, vorab bei Ihrer Krankenkasse nachzufragen.

Die optimale Behandlungsfrequenz richtet sich nach Ihren individuellen Beschwerden und Zielen. Bei akuten, starken Schmerzen empfehle ich anfangs 1-2 Termine pro Woche, um schnell Linderung zu erreichen. Sobald die Beschwerden nachlassen, können die Abstände auf alle 2-3 Wochen vergrößert werden. Für präventives Beckenbodentraining oder Geburtsvorbereitung reichen oft 4-6 Termine über mehrere Wochen verteilt. Im Erstgespräch besprechen wir gemeinsam, welcher Behandlungsrhythmus für Sie sinnvoll ist.

Ja, das Üben zu Hause ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie! Die Behandlung in der Praxis gibt wichtige Impulse, aber der nachhaltige Erfolg hängt maßgeblich von Ihrer Eigeninitiative ab. Ich zeige Ihnen individuell angepasste Übungen, die Sie täglich oder mehrmals wöchentlich zu Hause durchführen können. Diese Übungen sind einfach, sicher und erfordern kein spezielles Equipment. Das regelmäßige Üben zu Hause verstärkt den Therapieerfolg erheblich und hilft, Beschwerden langfristig in den Griff zu bekommen.

Für die Behandlung selbst benötigen Sie keine Überweisung - Sie können direkt einen Termin bei mir vereinbaren. Wenn Sie jedoch eine Rückerstattung von der Krankenkasse erhalten möchten, ist eine ärztliche Verordnung (Überweisung) erforderlich. Diese kann von Ihrem Frauenarzt, Hausarzt oder einem Orthopäden ausgestellt werden. Auf der Verordnung sollte stehen: "Physiotherapie" sowie die Diagnose (z.B. "Rückenschmerzen in der Schwangerschaft" oder "Schwangerschaftsbeschwerden").

Ja, ich biete Hausbesuche in Maria Enzersdorf und der näheren Umgebung (Mödling, Brunn am Gebirge, Guntramsdorf, Hinterbrühl, Wiener Neudorf) an. Gerade für Schwangere mit starken Beschwerden oder wenn Sie bereits ein kleines Kind zu Hause haben, kann ein Hausbesuch eine praktische Alternative sein. Bei Hausbesuchen bringe ich alle notwendigen Materialien mit. Bitte sprechen Sie mich bei der Terminvereinbarung darauf an.

Beschwerdefrei durch die Schwangerschaft

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